Postcards to somebody

Montag, 24. November 2014

Am Wochenende habe ich mal wieder einen ganzen Schwung Postkarten und zwei Briefe auf die Reise geschickt. Ich finde es wunderbar, sich im Zeitalter von eMail, SMS und Co einfach mal hinzusetzen, um Anderen von Hand auf ein Blatt Papier oder eine Karte zu schreiben. Es ist viel bewusster, weil man nicht mal eben die Delete-Taste drücken kann, um wirre Formulierungen zu löschen - darüber muss man sich vorher Gedanken machen.

Außerdem liebe ich es, wie sehr sich die Leute neben all den Rechnungen und Werbeprospekten über ein paar nette Zeilen im Briefkasten freuen. Damit rechnet heutzutage einfach niemand mehr und das wiederum freut mich sehr :o)



"Postcards to somebody" - an jemanden, den ich gar nicht kenne. Irgendwann hatte ich schon mal erzählt, dass ich bei postcrossing angemeldet bin. Da kann ich sagen, dass ich irgendwem in irgendeinem Land auf der Welt eine Postkarte schicken möchte. Ich bekomme eine Adresse, lese mir das Profil durch und versuche danach eine Postkarte auszusuchen und ein paar nette Zeilen zu schreiben. Das sieht am Ende so aus, dass die Karte ganz eng beschrieben ist, weil ich immer mehr erzählen will als drauf passt ;o)

Dieses Mal waren es die folgenden zwölf Karten:



Die Hamburg-Karten sind alle vom Schoening Verlag - zwei Mulitview und eine Map-Card. Es möchten doch erstaunlich viele Leute klassische Touristenkarten. Ich mag sie auch, weil man auf einer einzigen Karte sehr viel von einem Ort entdecken kann.



Dann gibt es natürlich auch die Menschen, die Tiere oder Blumen mögen. Alle Karten sind aus verschiedenen Postkartenbüchern. Die Katzenkarten hab' ich aus dem Postkartenbuch "Katzen" und das Blumenmeer ist im Postkartenbuch "Blumen" zu finden. Beide sind soweit ich weiß vom Parragon Verlag, allerdings findet sich da nix auf der Internetseite.



Schön ist es auch, wenn jemand bunte, fröhliche oder verrückte Karten möchte. Da nehme ich gerne welche aus dem Postkartenbuch "Where's Waldo?" von Candlewick Press. Kennt ihr die Bücher noch von früher? Als ich dieses Buch gekauft habe, hab' ich gleich an mein Kinderbuch gedacht, wo ich den Typen im gestreiften Pulli immer suchen musste - fand ich toll :o)



Als letztes hab' ich noch drei völlig unterschiedliche Karten geschrieben. Die mit den Autos ist von IKEA. Ja, die haben auch Postkarten, obwohl es eigentlich kleine Bilder sind, die man sich im Rahmen an die Wand hängen soll, aber ein bisschen zweckentfremdet sind sie doch auch ganz schön. Die Karte mit dem Limburger Dom vom Schoening Verlag verschicke ich gerne, wenn jemand impossante Gebäude, Kathedralen oder ähnliches möchte. Und diese zuckersüße Erdbeer-Fee ist aus einem ganz tollen Postkartenbuch - dem Flower Fairies Postcard Book mit Zeichnungen von Cicely Mary Barker. Wirklich toll!

Jetzt heißt es nur noch warten bis die Postkarten an ihren Zielen angekommen sind. Immerhin haben viele eine lange Reise, denn es geht nach Slowenien, Lettland, Großbritannien, Südafrika, Taiwan, Russland (2x), China, Weißrussland, Polen, in die USA und die Niederlande.

Die beiden Briefe gingen an zwei Freundinnen von mir, die ich längere Zeit nicht gesehen habe. Ich bin sehr gespannt, was sie dazu sagen. Vielleicht setzen sie sich ja auch kurz hin und schreiben mir zurück. Aber natürlich würde ich mich auch über einen Anruf freuen :o)

Schreibt ihr auch so gerne Briefe und Postkarten? Habt ihr in letzter Zeit auch etwas Handgeschriebenes verschickt oder erhalten?

Meet Krümel!

Samstag, 22. November 2014

Seit Mitte Juni haben wir einen neuen Mitbewohner: Krümel! Er ist ein sibirisches Streifenhörnchen und obwohl er ein kleiner Frechdachs ist, ist er unglaublich süß!

Mein Cousin hat den Kleinen vor vier Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen. Als ich vielleicht drei Jahre alt war, hatte meine Tante schon mal ein Streifenhörnchen. Damals war mein Cousin noch nicht auf der Welt, erzählte aber wohl mal, dass er sich ein Streifenhörnchen holen würde, wenn er irgendwann mal ein Haustier haben möchte. Das nahm seine Exfreundin gleich zum Anlass und kaufte ihm ein solches. Das Problem war allerdings, dass meine Tante schon einen Hund hatte und das dem Kleinen nicht sonderlich behagte. Eine Katze wäre zwar noch viel schlimmer gewesen, aber auch ein Hund ist nicht der beste Freund der kleinen Nager. Dazu kam, dass der Kleine, als er mal aus seinem Käfig ausgebüchst ist, von dem Hund wieder gefunden wurde, was der Beziehung der beiden nicht zugute kam.



Als ich Krümel, der sich sonst kaum zeigte, einmal ein paar Kürbiskerne und Nüsse durch die Gitterstäbe gegeben habe, war ich ganz hin und weg von dem Kleinen und hab' einen Entschluss gefasst: Wenn ich irgendwann (hoffentlich bald) nach Hamburg ziehe, nehme ich Krümelchen zu mir. Irgendwie hab' ich mir das alles komplizierter vorgestellt, aber als ich Ende Februar nach Hamburg gezogen bin und meinem Freund die ganze Geschichte erzählt habe, war es schnell klar, dass wir einen neuen Mitbewohner kriegen würden :o)

Wir haben dem Kleinen dann eine große Voliere gebaut, die zwar riesig aussieht, aber auch gebraucht wird, denn Krümel ist ein richtiger Wirbelwind und liebt es zu klettern. Wenn man bedenkt, dass er ein Erdhörnchen ist, ist das schon irgendwie verrückt. Diese Natur kam aber auch ganz gut raus, denn es hat nicht lange gedauert, bis der Kleine sich in der Golliwoog-Erde eine eine Höhle gebaut hat :o) Als wir das mitbekommen haben, mussten wir die Pflanze leider raus nehmen. Stattdessen haben wir ihm dann aber eine riesige Buddelkiste in seinen Käfig gestellt, in der er freudig Gänge und Höhlen gegraben hat und immer mit einem ganz dreckigen Näschen wieder raus kam ;o)



Freilauf bekommt der Kleine natürlich auch und dabei ist er noch zuckersüßer als ohnehin schon. Natürlich will er immer Nüsse sammeln und das ist der Hauptgrund, warum er zu uns kommt, aber manchmal klettert er auch einfach nur auf uns rum, rennt durchs Zimmer und genießt einfach die Zeit, die er außerhalb seines Käfigs verbringen kann. Aber auch innerhalb der Voliere kann er sich gut beschäftigen. Beispielsweise zerrupft und sammelt er das Toilettenpapier, dass wir ihm hin und wieder rein legen und polstert damit seine Hängematte aus, in der er dann gemütlich Mittagspause macht.

Lieblingsessen hat er natürlich auch. Anfangs war er total scharf auf Brombeeren und Kürbiskerne, später dann auf Heidelbeeren, danach Pinienkerne und momentan auf alles, weil er für den Winter bunkert - wobei er langsam so viel hat, dass er schon wieder ein bisschen ruhiger geworden ist. Was er aber das ganze Jahr über super gerne isst, sind Mehlwürmer. Anfangs fand ich die kleinen Kerlchen schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile finde ich es sogar spannend sie mal eine Weile zu beobachten ;o)



Natürlich geben wir ihm sein Futter nicht immer einfach nur in einem Schälchen, sondern öfter mal muss er sich ein bisschen dafür anstrengen. Ihm soll ja nicht langweilig werden :o) Wir haben zum Beispiel als die Zeit dafür war einfach mal so ein Ding vom Haselnussbaum in den Käfig gehängt, wo er sich die Nüsse selbst raus holen musste. Oder wir bauen ihm aus Pappröhren oder ähnlichen Dingen, die wir mit Toilettenpapier ausstopfen und mit Seilen verknoten, kleine Futterdepots, die er sich erst erschließen muss. Mein Freund ist da besonders erfinderisch geworden und dem Kleinen gefällt's :o)



Eigentlich kann man gar nicht erzählen, wie toll der Kleine ist - das muss man selbst erleben. Ich bin auf jeden Fall mehr als froh, dass wir ihn geholt haben und er so aufgegangen ist. Anfangs hatte er so große Angst (nach einem etwa 500km weiten Transport kein Wunder), dass er sofort quiekend weggerannt ist, sobald sich die Tür nur ein Stückchen bewegt hat. Das hat sich aber ganz schnell gelegt. Jetzt zwitschert er nur hin und wieder, weil er Aufmerksamkeit möchte oder sich freut. Es hat sich echt um 180 Grad gekehrt und wir möchten den Kleinen nicht mehr missen - er ist ein unbezahlbarer Schatz!

Mehr Fotos des kleinen Rackers könnt ihr euch auf meinem Facebook-Profil anschauen. Würde mich auch über ein "Gefällt mir" freuen :o)

Habt ihr Haustiere? Wenn ja, welche und was sind die besonderen Momente mit ihnen?

13 Adventskalender von Dawanda

Donnerstag, 20. November 2014

Am Montag habe ich euch ein paar schöne DIY-Adventskalender gezeigt. Mir persönlich macht es super viel Spaß meinen Lieben schon in der Vorweihnachtszeit eine Überraschung zu bereiten - Kleinigkeiten für jeden Tag. Da sind selbstgebastelte Kalender natürlich optimal, allerdings haben viele (mich eingeschlossen) leider wenig Zeit zum komplett Selbermachen. Da ist es doch wunderbar, dass es so viele schöne - teilweise von anderen selbstgemachte - Adventskalender zum Kaufen gibt!

Auch hier hab' ich ein bisschen im Internet gestöbert und bin am Ende bei den tollen Kalendern bei Dawanda hängen geblieben. Teilweise muss man zwar immer noch ein bisschen was selber machen und füllen ist ja ohnehin obligatorisch, aber dennoch erleichtern diese schönen Exemplare die Arbeit ungemein :o)





Dosen-Adventskalender
Este-KlamotTEE
54,90 € (plus Versandkosten)



Herz-Adventskalender
lina-art - originell und fröhlich darf es zugehen ...
12,90 € (plus Versandkosten)



Tütchen-Adventskalender
lina-art - originell und fröhlich darf es zugehen ...
18,90 € (plus Versandkosten)



Päckchen-Adventskalender
Andrea Handmade
24,90 € (plus Versandkosten)



Tütchen-Adventskalender
renna deluxe
29,00 € (plus Versandkosten)



Kästchen-Adventskalender
sperlingB.design
19,90 € (plus Versandkosten)



Landkarten-Adventskalender
Adventskalender-Else
22,00 € (plus Versandkosten)



Magnet-Adventskalender
klotzaufklotz
69,00 € (plus Versandkosten)



Faltbox-Adventskalender
Ökotussi-Papierwaren
16,90 € (plus Versandkosten)



Dreiecks-Adventskalender
Madjam-Creativ
29,90 € (plus Versandkosten)



Tütchen-Adventskalender
theartofveriety
23,90 € (plus Versandkosten)



Schachtel-Adventskalender
Cardlove.de
19,50 € (plus Versandkosten)



Tütchen-Adventskalender
lina-art - originell und fröhlich darf es zugehen ...
16,90 € (plus Versandkosten)



Manche Adventskalender sind schon ein bisschen teuer, wenn man bedenkt, dass man sie auch noch füllen muss und der Kalender ja nur schmückendes Beiwerk ist. Schön sind sie, finde ich, aber alle. Und auch hier gibt es noch eine ganze Menge mehr :o)

Wie haltet ihr es in diesem Jahr? Gibt es bei euch einen Adventskalender und wenn ja, selbstgemacht oder gekauft?

Short Stories | No. 7 // Entschleunigung

Mittwoch, 19. November 2014

Ich hatte wirklich gut aufgeholt bei den Short Stories von Bine (was eigenes) und Andrea (jolijou), doch dann kam der Sommer, dies das, und schon hinke ich wieder vier Geschichten hinterher. Es wird zwar knapp, aber dennoch sollte es bis Ende des Jahres zu schaffen sein, die Stories der zweiten Jahreshälfte zu erzählen. Natürlich müsste ich das nicht, aber das Projekt gefällt mir ziemlich gut und deshalb würde ich es gerne bis Ende 2014 abschließen.

Thema der Juli-Story war Entschleunigung - etwas was ziemlich gut zum Thema meines Sonntagsposts passt. Mein Leben hat mittlerweile nämlich ganz schön an Fahrt aufgenommen - von Null auf Hundert in 3,7 Sekunden. Anfang März bin ich nach Hamburg gezogen und schon als ich es im Januar wusste, war das erste, was ich gemacht habe, einen Spanischkurs an der Vhs zu buchen. Ich wollte all das, was ich in Stuttgart nicht gemacht habe, weil es für mich sechseinhalb Jahre (!) lang nur eine Übergangsstation war, endlich machen. Symbolisch stand dafür dann wohl mein Spanischkurs, denn nachdem ich ihn gebucht hatte, fühlte sich alles viel realer an.

Nach meinem Umzug hat mein Leben ganz schön an Fahrt aufgenommen. Plötzlich war der Ort, an dem ich mich die meiste Zeit aufgehalten habe, nicht mehr nur ein Provisorium, in dem ich auf gepackten Koffern saß, sondern eine Art Zuhause, in dem ich wirklich leben möchte. Und so habe ich vieles angefangen, was vorher auf der Strecke blieb, weil ich immer nur auf dem Sprung war - und es ist toll!



Allerdings merke ich, dass alles manchmal viel zu schnell geht, dass es nur so an mir vorbei fliegt und ich das Einzelne gar nicht richtig genießen kann. Es bleibt wenig Zeit zum Luftholen und Kraft tanken. Das, wovon ich noch im letzten Jahr zu viel hatte, kommt jetzt oft viel zu kurz: die Zeit des Nichtstuns.

Ein gutes Beispiel ist jetzt auch gerade wieder die Adventszeit, die uns in Kürze erwartet. Alle hetzen durch die Stadt, auf der Suche nach dem ultimativen Geschenk. Wirklich Freude haben die wenigsten daran. Zum einen, weil sie nicht wissen, was sie schenken sollen, zum anderen, weil sie auch den weihnachtlichen Einkaufsbummeln nur irgendwo zwischenschieben und ansich kaum Zeit haben es wirklich zu genießen.

Wunderbar fand ich es immer, wenn ich gar nichts brauchte und einfach nur durch die Stadt geschlendert bin, während alle anderen an mir vorbei geeilt sind. Das war ein Gefühl wie in Zeitlupe, wie in den Filmen, in denen der Hauptcharakter völlig überrascht am Bahnhof steht und die Passanten im Zeitraffer an ihm vorbei rennen. Diese Entschleunigung fühlte sich so gut und richtig an. Ich habe alles um mich herum viel intensiver wahrgenommen, viel mehr wundervolle Details entdeckt, ich war viel entspannter, der Stress ist förmlich von mir abgefallen, es gab auch keinen Zeitdruck, Zeit spielte eigentlich gar keine Rolle. Ich bin einfach nur geschlendert, langsam, achtsam. Und das tat gut!

Ich sollte diese Ruhe, diese Entschleunigung viel öfter zulassen und nicht versuchen auch die letzte freie Minute noch zu verplanen. Es einfach auf mich zukommen lassen, ganz ohne Stress! Klingt das nicht wunderbar? :o)

Naja, ich weiß, dass das nicht so einfach ist, wie es klingt, aber es ist wichtig, sich immer wieder darauf zu besinnen und es so oft wie möglich zu versuchen. Denn nur so macht das Leben doch erst richtig viel Spaß!

Wie schaut es bei euch aus? Was bedeutet für euch Entschleunigung? Und schafft ihr es nicht immer alles noch schneller und am liebsten doppelt soviel davon machen zu wollen?
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...