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Häkeldecke 2015 // Teil 4

Sonntag, 17. Januar 2016

Huch! Da ist 2015 tatsächlich schon vorbei und das neue Jahr auch schon fast drei Wochen alt. Wie die Zeit vergeht! Mein 2016 hat nicht so gut angefangen, aber dazu will ich jetzt auch gar nicht viel sagen. Ich gebe die Tage noch mal ein Résumé meiner ToDo-Listen für 2015 (Teil 1 + Teil 2) und auch einen kleinen Blick auf meine Pläne 2016 - zumindest wäre es schön, wenn ich es schaffe. Für den Moment hoffe ich, dass ihr alle gut ins neue Jahr gekommen seid und noch motiviert für eure guten Vorsätze seid, wenn ihr denn welche habt :o)

Da heute die letzte Möglichkeit ist, meine Häkeldecke vom letzten Jahr noch bei Isabel von herzensüß zu zeigen, werde ich das doch gleich noch machen. Ich hab's nämlich tatsächlich geschafft meine Decke noch einigermaßen fertig zu bekommen. Ich muss zwar noch die Fäden vernähen - davor hab' ich mich bisher gedrückt - und ganz sicher bin ich mir auch noch nicht, ob es noch einen farbigen Rand geben wird oder ich es so lasse, wie es jetzt ist - mein Mann ist ja eher für die jetzige Variante - aber es sieht tatsächlich aus wie eine Decke *juchhu*



Hier mal die Eckdaten meiner Decke:

Wolle // 54 Knäuel (2.700g, 4.212m)

weiß: 23,25 Knäuel (1.162,50g, 1.813,50m)
hellblau: 7,25 Knäuel (362,5g, 565,50m)
jeansblau: 8 Knäuel (400g, 624m)
grau: 7,5 Knäuel (375g, 585m)
türkisgrün: 8 Knäuel (400g, 624m)

Grannys // 48 Stück á 25 x 25cm

Größe // ca. 1,55 x 2,05m



Ich bin wirklich selbst total überrascht, dass ich bei der Decke tatsächlich so weit gekommen bin. Es waren wirklich einfache Grannys und trotzdem habe ich lange daran gehäkelt - mit großer Sommerpause. Aber ich muss sagen, es hat auch sehr viel Spaß gemacht und jetzt das Ergebnis nicht nur zu sehen, sondern auch nutzen zu können, ist einfach toll. Bevor das aber tatsächlich der Fall ist, müssen noch die Fäden zu vernäht werden und das wird noch mal eine Hammeraufgabe. Aber jetzt schaff' ich auch das noch.

Allerdings hat die Decke durch das Muster doch sehr große Löcher und obwohl sie wirklich sehr warm und kuschlig ist, kommt manchmal doch etwas kalte Luft durch. Jetzt hab' ich überlegt, ob ich auf die linke Seite noch einen Stoff nähe. Irgendwie finde ich das aber nicht so toll. Mal sehen. Aber so oder so: Ich bin ganz schön stolz, dass ich wirklich so weit gekommen bin :o)



Eine Frage habe ich an euch noch: Würdet ihr noch einen farbigen Rand (mit allen vier Farben plus am Ende noch mal weiß) machen oder die Decke jetzt so lassen? Einerseits ist sie fertig, andererseits finde ich aber, dass da noch was fehlt.

Wie seht ihr das?

Die anderen Häkeldecken-Posts findet ihr hier: Teil 1, Teil 2 + Teil 3.
Und noch mehr tolle Decken gibt's bei Isabels Linkparty.

Unisex Wave Beanie | No. 1

Dienstag, 2. Juli 2013

Das letzte Wochenende war ganz schön vollgepackt: drei Geburtstage an drei Tagen! Da blieb kaum Zeit für was anderes. Aber es war schön :o)

Diese Woche arbeite ich in Hamburg und ich genieße es sehr, dass unser Büro hier mitten drin ist - gegenüber der Speicherstadt und nur etwa zehn Minuten von der Mönckebergstraße entfernt. Das habe ich dann gestern gleich genutzt, um nach der Arbeit noch mal kurz zu idee zu hüpfen und Wolle zu kaufen. Ich hab' nämlich einem Kollegen versprochen ihm eine Mütze zu häkeln. Keine Ahnung wie wir darauf gekommen sind und gemacht habe ich es auch noch nicht, aber warum sollte mich das hindern? :o)

Im Internet habe ich eine ganz tolle Anleitung für eine "Unisex Wave Beanie" gefunden. Ein ganz obstruser Name, aber die Mütze fand ich toll:





Die Farbwahl meines Kollegen kam mir zwar etwas komisch vor, aber wenn er es so möchte: Gelb, Orange und Hellblau. Im Winter macht das bestimmt super Laune :o)

Naja, die Wolle habe ich wie gesagt gestern schon gekauft und angefangen habe ich auch schon. Irgendwie hat das bei mir aber mit den Zunahmen nicht so richtig geklappt: Entweder hatte ich am Ende einer Runde zu viele oder zu wenig Maschen. Dabei muss man doch nur mitzählen *grübel* Und ein bisschen wellt sich der Anfang auch, aber da hoffe ich einfach mal drauf, dass sich das wieder legt. Eine Herausforderung war es auch mit einer 6er- bzw. am Ende dann doch 5er-Nadel zu häkeln, aber auch das wurde von Runde zu Runde besser.

Jetzt freue ich mich schon aufs Weiterhäkeln, denn mit der nächsten Runde kommen die Wellen :o)




Habt ihr schon mal eine Mütze gehäkelt? Welches Muster habt ihr verwendet?

Decke aus Granny Squares | No. 3

Dienstag, 25. Juni 2013

Ich dachte, es ist wieder mal an der Zeit ein Update zu meiner Granny-Square-Decke zu machen.

Da ich unter der Woche nicht so viel Zeit zum Häkeln habe, geht es zwar nicht schnell, aber dennoch stetig voran. Mittlerweile habe ich 28 Grannys gehäkelt, was sich erstmal nicht wirklich viel anhört. Allerdings ist das Muster - was ich erst im Laufe der Zeit festgestellt habe - etwas aufwendiger und ich brauche - kaum zu glauben - tatsächlich fast 1 Stunde pro Quadrat. Meine Hände tun mir nicht mehr so weh wie am Anfang, auch wenn ich es schon noch merke, wenn ich längere Zeit am Stück häkle, aber es wird besser.

Nach einigem Rumgekritzel habe ich mich schließlich dazu entschlossen die Decke doch nicht nur ein- sondern zweifarbig zu machen, in einem Streifenlook. Ich glaube mit diesem Wollweiß und dem Grau was ich hatte, kann es ganz schön aussehen. Wie groß die Decke werden soll, weiß ich allerdings noch nicht genau. Im Moment schwebt mir noch 160 x 210 cm im Kopf rum, was bedeuten würde, dass ich insgesamt 336 (!) Grannys häkeln müsste und das klingt - zumindest im Moment - noch äußerst utopisch. Und wenn ich noch ein bisschen darüber nachdenke würden vermutlich auch 160 x 160 cm für eine Picknickdecke reichen, oder? Naja, noch bin ich lange nicht so weit, dass ich mir darüber wirklich Gedanken machen müsste. Kommt Zeit, kommt Rat :o)

Ich habe auch schon mal ein paar der Quadrate aneinandergehäkelt. Irgendwie brauchte ich das zur Motivation. Es ist doch viel schöner, wenn man schon mal ein Teilergebnis sieht und nicht immer nur einzelne Wollstücke aufeinander stapelt. Beim nächsten Update bin ich dann hoffentlich schon wieder ein großes Stück weiter!

 
Die Fotos oben sind von Sonntagmittag. Am Abend habe ich die fertigen Grannys noch an das Stückchen (Decken-)Dreieck gehäkelt et voilà ... es sieht zwar noch immer nicht wie eine gemütliche Decke, aber insgesamt schon viel besser aus. Man erkennt tatsächlich die Absicht mit den Streifen - juchhu! Montagmorgen habe ich das Häkelstück noch mal auf unserem Küchentisch ausgebreitet und ich war ganz stolz, dass er für eine weitere Reihe schon zu klein sein wird :o)  
 
 
 
Was denkt ihr: Muss eine Picknickdecke tatsächlich 160 x 210 cm groß sein oder tut es auch eine kleinere? Welches war euer erstes größeres Häkelprojekt?  

"Handarbeit ist was für Omas!"

Montag, 3. Juni 2013

Ich muss noch mal auf das Thema Handarbeiten zurück kommen. Am Wochenende nämlich hatte ich meinem Freund von meinem Vorhaben erzählt, eine Decke aus Granny Squares und auch ein paar Babysachen häkeln zu wollen. Als ich dann einen Tag später noch erwähnte, dass ich auch gerne einen Nähkurs besuchen würde, war ihm die Irritation förmlich ins Gesicht geschrieben und er meinte mit einem etwas entsetzt klingenden Unterton in der Stimme: "Werd' jetzt bloß keine Oma!"

Seiner Meinung nach ist häkeln, stricken, nähen und alles was dazu gehört nämlich total altbacken und überhaupt nichts für junge Leute. Eine Freundin stimmte mir zwar am Sonntag zu, konnte ihn aber immer noch nicht überzeugen. Ich glaube für ihn - wie auch nach wie vor für viele andere - haben Handarbeiten immer noch ein sehr angestaubtes Image, dabei ist das doch längst überholt.

Erst heute früh habe ich passenderweise während meiner langen Bahnfahrt einen Artikel über genau dieses Thema  in der "mobil" entdeckt: "Näh dich glücklich". Hier wird von sogenannten Nähcafés wie dem "Mr. & Mrs." in Bonn, dem "Seidenfaden" in Frankfurt, dem "Nähcafé Kiel" oder der "Nadelwerkstatt" in Konstanz berichtet.

Blick ins "Mr. & Mrs." in Bonn  (Foto von Maria Litwa aus der "mobil" 06.2013)

Orte, an denen sich näh- und auch sonst handwerklich begeisterte Menschen zum gemeinsamen Schaffen treffen. Dort kann man sich Tipps von anderen holen, Nähkurse belegen, aber auch selbst sein Wissen mit anderen teilen und dabei gemütlich eine Tasse Kaffee trinken.

Mir gefällt das Konzept sehr gut und es zeigt, dass Handarbeit überhaupt nicht mehr nur von der "alten Generation" gemacht wird. Ganz im Gegenteil: Immer mehr junge Leute finden wieder gefallen am Selbermachen, auch wenn das nicht mehr wirklich günstiger ist, als etwas fertiges zu kaufen. Doch man hat selbst, mit den eigenen Händen etwas geschaffen und das ist ein tolles Gefühl!

Für die DIYer unter euch erübrigt sich die Frage ja eigentlich, doch interessieren würde es mich trotzdem:
Was haltet ihr von dieser Crafting-Bewegung? Findet ihr, dass nähen, stricken und häkeln nur etwas für unsere Großmütter ist oder seid ihr auch schon vom Selbermachfieber angesteckt worden?
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